Bürgerliches Trauerspiel
Bürgerliches Trauerspiel Das bürgerliche Trauerspiel ist eine begrenzte Gattung, die im 18. Jahrhundert entstand und dort ihren Höhepunkt trägt. Im 19. Jahrhundert traten allerhand Veränderungen auf, diese beziehen sich auf den literaturgeschichtlichen und gattungstheoretischen Problembereich. Die Tragödie und Komödie werden abgeschirmt, weil sie nicht der Wahrheit entsprechen. Nur die „ernste Gattung“ (ernste Komödie und bürgerliches Trauerspiel) reproduziert das wirkliche Alltagsleben. Das Mitgefühl und die Moralität des Zuschauers wird durch die Repräsentation des Bürgers in seiner Umgebung gerührt. Im Mittelpunkt des Dramas steht der Widerspruch zwischen den Schlüsselworten Stand, Familienverhältnisse und Charakter. In der zweiten Hauptphase des bürgerlichen Trauerspiel geht es um die standesbewussten Gesellschaftskritik. In dieser Phase ist die Produktion an Stücken ausgiebig. Ab da an wird der rote Faden der Sozialkritik durch die gesamte Sturm-und-Drang-Drama...