Lessings dramentheoretische aufführung

Lessings dramentheoretische Aufführung

Lessing fasste Probleme des Theaters und Dramas kritisch zusammen, nachdem es verschiedene Differenzen mit einigen Schauspielern gab.
Er kritisiert die Einheit des Ortes und der Zeit. Also die gleichbleibenden Orte und Handlungen die an einem einzigen Tag stattfinden. Ein weiteres Problem ist seiner Meinung nach, dass der Poet durch das Trauerspiel keinerlei Gefühlsregungen beim Zuschauer entfacht, abgesehen vom Mitleid. Kein Hass, keine Liebe, keine Rachsucht oder Zorn, nur das Mitleid für die Protagonisten. Zudem muss dieses möglichst früh erweckt und ständig durch tragische Handlungen aufrecht erhalten werden. Er stellt auf Grundlage dessen die These, dass der mitleidendste Mensch der tugendhafteste ist. Des weiteren stellt er einen Übersetzungsfehler der Schriften der Aristoteles dar, bei dem das Wort Furcht fälschlich als Schrecken übersetzt worden sei. Er sagt, dass damit die Furcht meinte, die entsteht, wenn man sich selbst mit der leidenden Person identifizieren kann. Also die Furcht vor dem Leid, dass man selbst erleben könnte. Lessing führt auch an, dass das Mitleid mit Beendigung des Schauspiels verschwindet, die Furcht jedoch im Innern bestehen bleibt. Er bezeichnet das Mitleid und die Furcht als Reinigung der Seele.

-Johanna Treß

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