Lessings
Abgrenzung von Gottsched
Stellen
Sie heraus, welche Kritik Lessing in seinem „siebzehnten Brief“
an Gottsched äußert.
In
den Jahren 1759 bis 1766 schrieb Gotthold
Ephraim Lessing regelmäßig Briefe, die sich kritisch mit der
derzeitigen deutschen Literatur beschäftigten. Sein 17. Brief vom
16. Februar 1759 setzte sich kritisch mit Gottsched auseinander.
Gottsched wird persönlich angegriffen und Lessing wirft ihm vor, das
deutsche Theater eher zu verschlechtern als zu verbessern. Lessing
behauptet, dass das französische Theater, nach dem sich Gottsched
richtet, gar nicht für das deutsche als Vorbild tauge. Gottsched
habe nicht nur versucht, das bisherige Theater zu verbessern,
vielmehr habe er versucht, ein ganz neues zu entwickeln, ohne zu
überprüfen, ob es der deutschen Denkungsart angemessen sei, ist
Lessings Auffassung.
Außerdem
heißt es, dass das englische Theater vielmehr als Vorbild für das
deutsche tauge. Dadurch wird das englische Theater zum Vorbild
erhoben. Es heißt, Shakespeares Theater sei natürlich und
ursprünglich und würde besser zu den Deutschen passen, da das
Schreckliche und Melancholische viel besser passt, als das
Französische, welches er als zärtlich und verliebt beschreibt.
Als
Folge dieses Briefes hob sich die Bedeutung des englischen Theaters
nachhaltig. Es kam dazu, dass in der Zeit des Sturm und Drang, sowie
in der Romantik das Theater Shakespeares und englischer Dichter,
zumindest in Deutschland, in den Vordergrund rückte.
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