Gottscheds Bezug auf Aristoteles' Dramentheorie

Gottscheds Bezug auf Aristoteles’ Dramentheorie

Gottscheds Bezug auf Aristoteles’ Dramentheorie ist in seinem “Versuch einer Critischen Dichtkunst” sehr evident, nicht nur durch die wiederholte Nennung Aristoteles’, aber auch durch viele ähnlich oder identische Aspekte seiner Interpretation.

Gottsched beginnt damit zu behaupten, dass bei den alten Griechen “die Tragödie zu ihrer Vollkommenheit gebracht” wurde und sogar Aristoteles dem zustimmte. Damit ist es deutlich, dass Gottsched großen Respekt für Aristoteles hat und seine Meinung für ihn großen Wert hat. Dies wird verstärkt, wenn er Aristoteles zustimmt, dass eine Tragödie die Nachahmung einer Handlung ist. Des Weiteren, meint Gottsched, dass der Dichter mithilfe einer Solchen, “die Zuschauer, durch den Anblick solcher schweren Fälle der Großen dieser Welt” auf ihr eigenes Unglück und Trübsal vorbereiten möchte. Gottsched erwähnt hiernach erneut Aristoteles direkt. Er behauptet, dass dies sei was Aristoteles meint, wenn er sagt, dass ein Held nicht zu böse sein sollte, sodass er noch Mitleid erzeugt, aber auch nicht zu gut, damit er nicht Neid erweckt.

In der Anzahl der Teile eines guten Dramas gehen die Meinungen auseinander, da Gottsched der Überzeugung ist es bestehe aus fünf Teilen, während Aristoteles von drei sprach. Jedoch stimmt Gottsched dem Griechen dabei zu, dass ein Drama sich mehr mit dem Wahrscheinlichen und Möglichen beschäftigt und nicht damit “ob alles in der Historie wirklich so vorgegangen” ist. Und ebenfalls in der Überzeugung, dass eine Handlung nur eine Haupthandlung haben muss, um die Moral korrekt zu vermitteln.

- Justine Müchler

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